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Augenbrauen-Färbeset: Was drin sein sollte und worauf du achtest

Stand: November 2026 · 5 Min. Lesezeit · So arbeiten wir

Inhalt dieser Seite
  1. Was in ein Augenbrauen-Färbeset gehört
  2. Sicherheit: was du vor dem Kauf wissen musst
  3. Den richtigen Farbton finden
  4. Kaufkriterien im Überblick
  5. Typische Fehler beim Kauf
  6. Häufige Fragen

Kurz gesagt

Ein gutes Augenbrauen-Färbeset besteht aus Farbcreme, passendem Entwickler (Oxidant), Mischschale, Applikator und Hautschutz. Wichtig sind eine vollständige Kennzeichnung auf Deutsch, ein zu deinen Haaren passender Ton und eine klare Anleitung. Bei früheren Reaktionen auf Haarfarbe oder auf schwarzes Henna solltest du nicht selbst färben.

Die Anleitung Schritt für Schritt steht unter Augenbrauen färben. Hier geht es um die Kaufentscheidung: Was gehört in ein Set, welche Unterschiede sind real, und wann sollte der Einkaufswagen leer bleiben?

Was in ein Augenbrauen-Färbeset gehört

BestandteilWofürWorauf achten
Farbcremefärbt das HaarTon, Haltbarkeit, Zutatenliste
Oxidantstartet die FarbreaktionKonzentration und Mischangabe laut Hersteller
Mischschale, Spatelexakte Mengenicht aus Metall, wenn die Anleitung es verbietet
Applikator oder PinselAuftragfeine Spitze für schmale Brauen
Augenschutzblättchen, Schutzcremehält Farbe von Haut fernfettige Creme nur auf die Haut, nicht aufs Haar
HandschuheSchutz der Händesollten beiliegen oder separat bereitliegen

Profisets wie die von RefectoCil gibt es modular: Farbe und Oxidant werden separat verkauft. Komplettsets aus der Drogerie enthalten dagegen meist alles Nötige für eine begrenzte Zahl von Anwendungen. Für den Einstieg reicht oft ein Komplettset, wer regelmäßig färbt, kauft Farbe und Oxidant getrennt. Bei Profitonen nennt ein Händler rund 30 Anwendungen pro 15-ml-Tube, das ist für den Hausgebrauch viel.

Sicherheit: was du vor dem Kauf wissen musst

Augenbrauenfarben sind in der Regel Oxidationsfarben, also chemisch reaktive Haarfärbemittel. Die EU hat hier nachgeschärft: Seit 2019 sind 2-Chlor-p-Phenylendiamin und seine Salze in Haarfärbemitteln verboten, ausdrücklich auch in Mitteln zum Färben von Augenbrauen und Wimpern. Ein legal im EU-Handel verkauftes Set sollte das also nicht enthalten. Das spricht gegen undurchschaubare Importe.

Für Wimpern gilt zusätzlich: Wimpernfärbemittel mit bestimmten Stoffen sind laut EU-Recht nur für den professionellen Gebrauch bestimmt. Viele Tuben heißen „Wimpern- und Augenbrauenfarbe“. Färbe daher deine Wimpern nicht zu Hause, auch wenn die Packung beides nennt, sondern lass das im Studio machen.

Die EU-Warnhinweise für Wimpernfarben zeigen, wann Vorsicht geboten ist. Die gleichen Ausschlussgründe sind auch bei Brauen sinnvoll. Nicht färben, wenn du:

  • einen Ausschlag im Gesicht oder gereizte, verletzte Haut hast,
  • schon einmal auf Haar- oder Wimpernfarbe reagiert hast,
  • früher auf ein temporäres Tattoo mit „schwarzem Henna“ reagiert hast,
  • unter 16 Jahre alt bist.

Wann du ärztlichen Rat brauchst

Brennen, Rötung, Schwellung oder Bläschen nach dem Färben: Farbe sofort mit viel Wasser abspülen und keine weitere Anwendung. Geht die Reaktion nicht rasch zurück oder ist das Auge betroffen, lass das am selben Tag ärztlich oder augenärztlich abklären. Bei Atemnot, Schwellung von Lippen oder Zunge oder Kreislaufproblemen: sofort 112 (AT 144, CH 144).

Zum Allergietest gilt: Hersteller nennen Vorgaben in der Packungsbeilage, und daran musst du dich halten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät aber vom Selbsttest mit PPD-haltigen Haarfarben ab, weil er selbst sensibilisieren kann. Hattest du schon Reaktionen oder bist unsicher, lass dich hautärztlich beraten und färbe nicht auf Verdacht. Hintergründe stehen bei der Kontaktallergie an der Braue.

Den richtigen Farbton finden

Der Ton in der Tube sagt wenig. Oxidationsfarbe entwickelt sich erst auf dem Haar. Orientiere dich an diesen Regeln:

  • Blond und hellbraun: eher Lichtbraun oder aschige Töne. Mehr bei blonden Haaren.
  • Mittel- bis dunkelbraun: Naturbraun oder Graphit, bei warmem Unterton eher ein Kastanienton.
  • Schwarz: Schwarz wirkt in der Braue oft sehr hart. Dunkelbraun ist meist die natürlichere Wahl, siehe schwarze Haare.
  • Grau: Grau- und Graphittöne wirken weicher als Braun, siehe graue Brauen.

Eine genauere Hilfe bietet die Übersicht zur Brauenfarbe. Bei mehreren Tönen im Set kannst du mischen, sofern die Anleitung das erlaubt.

Kaufkriterien im Überblick

  1. Vollständige Kennzeichnung: Zutatenliste, Warnhinweise und verantwortliche Person mit EU-Adresse auf der Packung. Das ist die wichtigste Hürde bei sehr günstigen Marktplatzangeboten.
  2. Anleitung in deiner Sprache: Ohne klare Mischangabe und Zeitvorgabe lässt du es besser.
  3. Passender Oxidant: Benutze den vom Hersteller vorgesehenen Entwickler, kein beliebiges Produkt aus der Haarfarbe.
  4. Ton vor Preis: Der falsche Ton kostet mehr Nerven als ein paar Euro Unterschied.
  5. Haltbarkeit: Angemischte Farbe wird nicht aufbewahrt, angebrochene Tuben nach Herstellerangabe nutzen.
  6. Entfernung mitdenken: Ein Farbfleckenentferner oder Reiniger für die Haut spart beim ersten Mal Ärger.

Typische Fehler beim Kauf

  • Haarfarbe für den Kopf statt Brauenfarbe verwenden. Das ist nicht für den Bereich nahe am Auge vorgesehen.
  • Das dunkelste Set nehmen, weil „es ja eh verblasst“.
  • Set ohne Mischschale und Applikator kaufen und dann improvisieren.
  • Reste für die nächste Anwendung aufheben.
  • Färben in der Schwangerschaft ohne vorherige Information oder Rücksprache angehen.

Häufige Fragen

Welches Augenbrauen-Färbeset ist für Anfänger sinnvoll?

Ein Komplettset mit Applikator, klarer Anleitung und hellerem Ton. Testsieger können wir dir hier nicht nennen, denn uns sind keine belastbaren Vergleichstests bekannt. Entscheide nach Kennzeichnung und Farbton.

Kann ich mit einem Färbeset auch Wimpern färben?

Selbst zu Hause solltest du das nicht tun. Nach EU-Recht sind entsprechende Wimpernfarben auf gewerbliche Anwendung beschränkt und das Risiko für die Augen ist hoch.

Wie unterscheidet sich ein Färbeset von Henna?

Färbesets nutzen in der Regel eine oxidative Reaktion. Bei Henna ist vor allem wichtig, sogenanntes „schwarzes Henna“ mit zugesetztem PPD zu meiden.

Was mache ich, wenn das Ergebnis zu dunkel ist?

Nicht direkt erneut behandeln. Erste Schritte stehen unter Farbe entfernen.

Quellen

  • EU-Verordnung 2019/681, Verbot von 2-Chlor-p-Phenylendiamin in Haarfärbemitteln: gesetze.legal
  • EU-Verordnung 2017/237, Warnhinweise und professionelle Verwendung bei Wimpernfärbemitteln: legislation.gov.uk
  • BfR, Stellungnahme Nr. 015/2014, Haarfarben: Selbsttest kann Allergien verursachen: bfr.bund.de

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